Geschichte der MESSE DRESDEN

Die 1. Internationale Gartenbauausstellung im Jahr 1887 bildete die Auftaktveranstaltung für ein thematisch umfangreiches Messeprogramm in der sächsischen Landeshauptstadt.

1896 entstand der Dresdner Ausstellungspalast, der Dresden zu einer der ersten Ausstellungsstädte Deutschlands machte. Der Ausstellungspalast wurde im 2. Weltkrieg zerstört, der Betrieb auf einem weitgehend provisorischen Gelände am Straßburger Platz fortgeführt.

Die Betriebe "Volkspark Großer Garten" und "Technischer Dienst der Stadt Dresden" wurden am 1. April 1969 zum "Veranstaltungsbetrieb Dresden" zusammengefasst.

Ausstellungspalast am Stübelplatz von 1894/96

Am 1. Januar 1994 wurde die Dresdner Ausstellungsgesellschaft mbH gegründet. Durch die Ansiedlung der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen am Straßburger Platz war im Jahr 1999 ein Umzug der MESSE DRESDEN nötig geworden.

In einer denkbar knappen Stadtratsentscheidung wurde beschlossen, Teile des historischen und denkmalgeschützten Gebäudeensembles "Erlwein'scher Schlachthof" für den Neubau im Ostragehege zu nutzen. So konnte trotz vergleichsweise niedriger Baukosten eine der schönsten Messen in Europa entstehen.

Kugelhaus von 1928, Dresdner Ausstellungs-gesellschaft am Straßburger Platz bis 1999

Am 17.09.1999 eröffnete sie ihr heutiges Gelände im Ostragehege. Damals standen die im ersten Bauabschnitt gebauten Hallen 2, 3 und 4 zur Verfügung. Die HALLE 1, größte der vier Hallen mit über 6.600 m2, wurde als zweiter Bauabschnitt am 23. Februar 2001 eröffnet und fasst bis zu 10.000 Besucher bei Rock- und Popkonzerten.

Hier finden neben den Messen und Kongressen insbesondere Konzerte und Shows ihren Raum. Am 10.04.2003 wurde von der damaligen "Dresdner Ausstellungsgesellschaft" zur MESSE DRESDEN GmbH und damit zum heutigen Namen umfirmiert.

Gelände der MESSE DRESDEN in der Vogelperspektive

MESSE DRESDEN - VIELFALT ERLEBEN

Gedenkwand Slaughterhouse-Five


Es gibt einen Ort in der MESSE DRESDEN, welcher eine ganz besondere und bewegende Geschichte zu erzählen hat. Heute kaum noch erkennbar, diente der Keller des „Slaughterhouse-Five“ (dt. Schlachthof 5) im zweiten Weltkrieg für die Deutschen als Kriegsgefangenenlager. Unter Ihnen der amerikanische Schriftsteller Kurt Vonnegut Jr., welcher die Bombenangriffe auf Dresden überlebte und die eigenen Erfahrungen in seinem Buch „Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug“ viele Jahre später niedergeschrieben hat. Als Erinnerung und Mahnmal an diese Zeit, hat die MESSE DRESDEN zusammen mit dem Künstler Ruairi O´Brien und den Deutschen Werkstätten Hellerau eine Gedenkwand errichtet.

Ausgehend von der Nacht am 13./14. Februar 1945, als Briten und Amerikaner mit Luftangriffen Dresden zerstörten, projiziert Kurt Vonnegut Jr. in seinem Buch die eigenen Erfahrungen auf die Hauptperson Billy Pilgrim. Als eines der bedeutendsten Werke der US-amerikanischen Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, spiegelt der Antikriegsroman nicht das Massensterben in der von Flüchtlingen überfüllten Stadt wider, sondern zeigt die psychische Vernichtung der Seele eines Einzelnen auf. Während der Keller im Foyer der HALLE 1 und das Buch von Kurt Vonnegut Jr. international als „Slaughterhouse-Five“ bekannt sind, kennen in Dresden nur die Wenigsten das Buch und die damit verbundene Geschichte. Um dies zu ändern, hat die MESSE DRESDEN, gemeinsam mit dem Dresdner Künstler Ruairi O´Brien und den Deutschen Werkstätten Hellerau, eine Gedenkwand errichtet.

Die Gedenkwand zeigt in moderner, visueller Darstellung den Stadtplan von Dresden aus dem Jahr 1945 in Kontrast zu Originalaufnahmen der zerstörten Stadt. Verteilt auf 135 hinterleuchtete Kästen, werden dem Betrachter die Inhalte des Buches und die Geschichte des Kriegsgefangenen durch auflockernde Elemente näher gebracht. Ein Drittel der Quadrate stehen ein wenig hervor und verbildlichen neben Originalzitaten aus dem Buch das Geschehen, sodass sich die Betrachter das Themengebiet nach und nach „erarbeiten“ können. Wer genau hinschaut, der kann im Zentrum der Gedenkwand das wohl treffendste Zitat von Billy Pilgrim entdecken: „It was like the moon“ – damit gemeint ist die unglaubliche Zerstörung Dresdens nach den Bombenangriffen.

Ruairi O´Brien, Künstler und Designer der Gedenkwand dazu: „Die moderne Darstellung und die Cartoonhaftigkeit sollen dazu beitragen, einen leichteren Zugang bei gleichzeitiger Achtung der Brisanz des Themas zu ermöglichen. Ich denke, dass hätte auch Kurt Vonnegut Jr. gefallen.“ Mit der Installation der Gedenkwand ist es der MESSE DRESDEN ein Anliegen, die historisch bewegende Geschichte auch für jüngere Generationen greifbar zu machen, um so an die Kriegsgefangenen des Schlachthof 5 zu erinnern.

Besichtigung der Gedenkwand

Die Gedenkwand ist aufgrund des laufenden Betriebs der MESSE DRESDEN nicht öffentlich zugänglich. Interessierte können jedoch im Rahmen der geführten Tour "Auf den Spuren von Kurt Vonnegut - Slaughterhouse Nr. 5 Tour" die Gedenkwand besichtigen.

Die Anmeldungen für die Tour bitte ausschließlich über:


Nightwalk Team Dresden

Sebnitzer Strasse 49
01099 Dresden
Germany
Tel.: +49 172 7815007
E-Mail: info@kurtvonnegut-tour.com
www.nightwalk-dresden.de